Die Geiersthaler Schule blickt auf eine recht lange Schulgeschichte zurück. Bereits um das Jahr 1700 wurde erstmals in Geiersthal eine Schule erwähnt. Der erste Schulmeister hieß Johann Kollbeck. Ein weiterer Schullehrer um das Jahr 1734 war ein gewisser Billich. In der Güterstandsbeschreibung von 1808 wird auch ein Schulhaus in Geiersthal erwähnt. Es war aber nach den Aufzeichnungen von A. Trellinger im Jahr 1810 bereits total baufällig, so dass im Jahre 1816/17 ein neues einstöckiges Schulhaus gebaut werden musste.
Auch in Altnußberg gab es zu dieser Zeit bereits ein Schulhaus.
Das Geiersthaler Schulhaus befand sich (vom jetzigen Rathaus ausgesehen) etwas links unter der Kirche. Im Jahr 1834 wurde das Schulhaus umgebaut und erweitert, es bot aber immer noch nicht genug Raum für die Schulkinder, da die Bevölkerung schnell anwuchs. 1838 wurde das Schulhaus aufgestockt und ein großer Schulsaal mit 80m² auf das ebenerdige Gebäude aufgemauert. Die Lehrerwohnung befand sich, wie damals üblich, ebenfalls im Schulgebäude.
Zum Schulsprengel gehörten zu dieser Zeit folgende Orte: Geiersthal, Auhof, Felburg, Piflitz, Gumpenried, Eisberg, Viertlweggrub, Kammersdorf, Oberberging, Fernsdorf, Pfranzgrub, Holzhaus, Höfing, Teisnach und Hundsruck. Obwohl es zwischendurch Bestrebungen gab in Fernsdorf oder in Ayrhof ein neues Schulhaus zu errichten, wurde doch im Jahr 1883 ein Erweiterungsbau für das Geiersthaler Schul- und Mesnerhaus beschlossen, um ein zweites Klassenzimmer und eine zweite Lehrkraft zu gewinnen. Mehr als 100 Kinder besuchten damals die Geiersthaler Schule.
Um das Jahr 1900 stiegen die Schülerzahlen nochmals stark an, so dass die beiden Klassenräume zusammen etwa 200 Schüler beherbergen mussten.
Auch die Gemeinde Teisnach wuchs ständig an und bekam schließlich im Jahr 1900 eine eigene Schule. Pfarrer Meyer von Geiersthal befürwortete ursprünglich den bisherigen Schulsitz von Geiersthal nach Teisnach zu verlegen, nachdem mit dem Krichenneubau in Teisnach ja auch bereits der Pfarrsitz verlegt wurde. Dies konnte die Gemeinde Geiersthal aber nach vielen Eingaben und Einsprüchen verhindern.
Im Geiersthaler Schulhaus wurde im Lauf der Zeit zwar immer wieder Renovierungen durchgeführt, aber das Schulhaus stand auf sumpfigen Boden, deshalb ließen sich feuchte Wände, ungesundes Raumklima, Hausschwamm etc. nicht beseitigen. Bereits 1940 sorgte der damalige Bürgermeister Wittenzellner aus Linden für einen Schulhausneubau vor, seine Rücklagen von 40.000 RM gingen aber im Zuge der Währungsreform verloren. Nach dem Krieg war das Schulhaus in einem so schlechtem Zustand, dass dringend Handlungsbedarf bestand. Außerdem war die Volksschule inzwischen dreiklassig geworden und im alten Schulhaus gab es nur zwei Klassenzimmer.
Zwischen 1950 und 1953 gab es Bestrebungen einen neuen Schulsprengel Fernsdorf zu gründen und dort ein neues Schulhaus zu bauen, doch konnte darüber keine Einigung erzielt werden. Schließlich wurde am 8. Oktober 1953 der Neubau eines Schulhauses in Geierthal beschlossen. Die Gesamtkosten sollten 192.000 DM betragen. Der Grundstein für das heutige Schulhaus wurde am 2. Mai 1954 gelegt, der erste Spatenstich durch Bürgermeister Fleischmann erfolgte am 26. März 1955. Noch im November 1955 konnte das Schulhaus eingeweiht werden und der ehemalige Schulleiter Karl Kraus erhielt die Schlüssel vom Bürgermeister überreicht. Um dem häufigen Lehrerwechsel an der Schule entgegenzuwirken, kamen 1959 ein Lehrerwohnhaus (und Gemeinde-kanzlei) hinzu. Man hoffte dadurch, dass der Dienstort der Lehrer auch zu ihrem Heimatort werden würde.
Ein unerfreuliches Ereignis überschattete die Geiersthaler Schulgeschichte im Jahr 1963. Es gab einen Brand im Heizraum. Der damalige Hausmeister Gustav Franze starb an den Verletzungen, die er sich bei der Brandbekämpfung zugezogen hatte.
1966/67 wurde auf Grund rückläufiger Schülerzahlen in Altnußberg und Geiersthal die "Katholische Verbandsschule Geiersthal" gegründet. Schulleiter war zu dieser Zeit Josef Kaiser. Nach wie vor waren aber in Altnußberg noch zwei Schulklassen untergebracht, bis 1970 der Schulbetrieb ganz aufgelöst wurde. Zur Schülerbeförderung schaffte die Gemeinde Geiersthal im Jahr 1966 Schulbusse an. Es handelte sich um 3 VW-Neunsitzer-Kleinbusse. Die gemeindeeignene Beförderung der Schulkinder hat sich bis heute bestens bewährt.
Am 27. Oktober 1989 wurde unter Bürgermeister Hilmer die Sport- und Mehrzweckhalle eingeweiht. Zusammen mit dieser Maßnahme wurde ein Anbau an das Schulhaus und eine große Freisportanlage erstellt. Die Gesamtkosten betrugen 2,4 Millionen DM.
Am 28. November 1996 wurde schließlich die neue Pausenhalle eingeweiht. Der Schulleiter zu dieser Zeit war Wilhelm Bode, 101 Kinder besuchten die Schule.
Unter Bürgermeister Alfons Fleischmann wurde das Schulhaus 2001 für rund 172.000 € saniert. Unter anderem wurden neue Fenster und Außenbeschattungen eingebaut. 2005 wurde der Pausenhof zu einem Erlebnispausenhof umgestaltet.
Im Schujahr 2010 wurde im Zuge des Rathausneubaus eine Pelletheizung eingebaut und das Schulgebäude innen neu gestrichen.
Zusammengefasst von Hildegard Brem nach: "50 Jahre neues Schulhaus in Geiersthal - 300 Jahre Schulgeschichte", Hrsg.: Gemeinde Geiersthal